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Neuigkeiten von uns

Absinthes.com stellt die Artémisia Bugnon Destillerie vor

Wie Sie eventuell wissen, präsentieren wir jeden Monat unsere Destillerie des Monats. Wir versorgen Sie dabei mit interessanten Informationen über die Geschichte der Destillerie, als auch Hintergrundwissen über die Unternehmung selbst und deren Produkte.

Heute stellen wir Ihnen eine sehr exquisite und berühmte Destillerie vor, die sich im Geburtsort des Absinths, nämlich in Couvet im Val-de-Travers, befindet. Es handelt sich um Artémisia-Bugnon, den Produzenten des weltweit bekannten La Clandestine Absinths.


                        Claude-Alain bereitet die Kräuter für seine nächste Destillation vor

Der Inhaber der Destillerie, Claude-Alain Bugnon, war der erste Brenner in der Schweiz, der 2005 den rechtlichen Status als anerkannter Destillateur erhielt.

Die Geschichte der Artémisia Bugnon Brennerei

Seit Jahren war er verantwortlich für eine gewisse Anzahl von illegal hergestellten Absinthen, was eine Menge Aufmerksamkeit in der kleinen Region von Couvet erregte. Sein Absinth “La Clandestine” wurde und wird immer noch als der beste schweizer La Bleue der heute erhältlichen Absinthe gehandelt.

1989: Als Spezialist in einer Ölraffinerie fand Claude-Alain Bugnon plötzlich Interesse an einer anderen Flüssigkeit: Absinth. Wenn man bedenkt wo Claude-Alain lebt – direkt bei der Wiege des Absinth, schien dieses Geschäft weitaus vielversprechender als weiterhin mit Öl zu arbeiten.

1990-2000: Claude-Alain’s Leidenschaft für Absinth florierte, und so destillierte er 200 seinen ersten “bleue”. Sein Destillierapparat war aber noch ziemlich rudimentär: Ein 12 Liter-Topf mit einer Kühlvorrichtung auf einer Heizplatte. Die Idee, seinen Lebensunterhalt allein durch die Herstellung von Absinth zu bestreiten, packte Claude-Alain jedoch so sehr, dass er sich ein Jahr später dazu entschloß einen fachgerechten Destillationsapparat zu kaufen.

 


         Antoine durfte Claude-Alain zu der Scheune in der er seinen Wermut lagert begleiten

2004: Das Verbot von Absinth wurde aufgehoben, und Claude-Alain war der erste Brenner der eine Lizenz beantragte. Das Interesse der Medien wuchs und nach einer Reihe von Experimenten unter der Beobachtung der Behörden wurde ihm 2 Monate später eine Lizenz erteilt. Im Dezember 2004 wurde dann die erste Lieferung seiner Produkte wurde ausserhalb der Schweiz exportiert: und zwar nach Deutschland.


      Ein Bündel alter Rezepte, die Claude-Alain wie ein Schatz hütet und noch heute daraus liest

Absinth Destillation bei Artémisia Bugnon

Die Destillierkolben haben jeweils eine Kapazität von 145 Litern und können 95 Liter Absinth produzieren. Sie sind einwändig hergestellt, im Gegensatz zu den doppelwändigen Destillierkolben die durch das Bain-Marie-System in Frankreich oft eingesetzt werden. Claude-Alain vertritt die Ansicht, dass die höheren Temperaturen eine bessere Extraktion der Kräuter ermöglicht.

Eigentlich ist es nicht Notwendig, die Absinthe von Claude-Alain vorstellen – denn sie sind sehr berühmt und beliebt. Meist in den Top Ten der Experten und Absinth Fans vertreten, gibt es vielleicht doch noch das Ein oder andere Detail zu erwähnen:

Absinthe La Clandestine

Absinthe La Clandestine: Der Clandestine ist das Ergebnis eines Rezepts von 1935, das mehr als zehn Pflanzen beinhaltet.

Absinthe Angelique Verte Suisse: Angélique hat einen kraftvollem Geschmack, der von einer komplexen aromatischen Palette begleitet wird. Eine außergewöhnliche Neuheit voller Harmonie.

Absinthe La Capricieuse: La Capricieuse entfaltet eine bemerkenswerte Palette an Aromen und eine delikate Herbe im Abgang. Ein „Bleue“ voller Komplexität.

Alle weiteren Artémisia Bugnon Produkte finden sie hier.

 

Absinthe Barrique

Die neueste Innovation von Claude-Alain: Ein Absinth nach dem La Clandestine Rezept, der 6 Jahre in einem Eichenfass gelagert und gereift wurde. Sie können diesen Absinth als klassischen  Digestif genießen, und ihn pur trinken. Da es von dieser besonderen Kreation nur kleine Mengen gibt, konnten wir nur wenige Flaschen für Sie erhaschen.

Interview mit Claude-Alain Bugnon

Claude-Alain ist ein sehr zielstrebiger Mann, der sein Leben der Aufklärung über und der Distribution von Absinth widmet. Wir freuen uns sehr, dass er sich zu einem Interview mit uns bereit erklärt hat.

 

Absinthes.com: Wann und wie sind Sie das erste Mal mit Absinth in Kontakt gekommen?

 

Claude-Alain: Meine Leidenschaft für Absinth kommt nicht von ungefähr, aufgrund unseres Standortes ist es eher wie Obelix, der damals in den Topf mit Zaubertrank gefallen ist – Absinth gab und gibt es hier in Hülle und Fülle. Doch wenn ich rmich richtig erinnere, machte ich meine erste Erfahrung in den späten 70ern, als mein Freund und ich eine Sportstunde schwänzten und stattdessen einen richtig frischen Bleue mit ein wenig Eiswasser tranken.

 

Absinthes.com: Wie definiert man Ihrer Meinung nach einen “guten Absinth”, und welches sind die drei Kriterien, nach denen man einen Qualitätsabsinth in Ihrer Destillerie herstellt?

Claude-Alain: Ein guter Absinth wird im Wesentlichen durch Destillation in Kupferdestillationsapparaten gewonnen, und zwar unter Verwendung von etwa gleichviel Anis und Fenchel, die den Wermut dominieren aber alles zusammen eine süße Bitterkeit schafft. Selbstverständlich sind auch andere Pflanzen und Kräuter der Schlüssel zum Erfolg. Die drei wichtigsten Kriterien sind: 1) Die Qualität der verwendeten Pflanzen, 2) Präzision während des gesamten Produktionsprozesses 3) Verbinde Liebe mit Leidenschaft, und deine Produkte werden die Besten.

 

Absinthes.com: Glauben Sie, dass sich der schweizer – oder gar der europäische – Markt ganz auf natürlich hergestellte Absinthe beschränken sollte, oder finden Sie, dass auch mazerierte oder durch Beigabe von Essenzen hergestellte Absinthe ein Recht haben zu existieren? Und vor allem: dürfen sich diese als “Absinth” bezeichen?

 

Claude-Alain: Der Ansatz, den das Val-de-Travers (was die Geburtsstätte des Absinth ist, wie Sie wahrscheinlich wissen) verfolgt für Absinth eine Geschützte Geografische Angabe (GGA) zu erreichen, beschreibt in seiner Definition ganz klar, dass Absinth ein Produkt ist, welches durch die Destillation von Alkohol, Wasser und natürlichen aromatischen Pflanzen gewonnen wird. Es ist keine Rede von künstlichen Zusatzstoffen, Färbemitteln und Zucker. Im Jahr 2005 war die Schweiz das einzige Land weltweit, das eine Definition für Absinth in ihrem Lebensmittelgesetz einführte. Der Grund für den Antrag einer GGA für Absinth ist hauptsächlich, dass der Mythos und die Tradition für die Zukunft erhalten bleibt und nicht in 20 oder 30 Jahren Hersteller auf die Idee kommen, aromatische Öle oder dergleichen hinzuzufügen – denn all diese exotischen Erzeugnisse kann man schlicht und einfach nicht Absinth nennen.

Absinthes.com: Wie sehen Sie die künftige Tendenz bezüglich des Bekanntheitsgrades und der Beliebtheit von Absinth in Frankreich – glauben Sie, dass er den Titel des beliebtesten Aperitifs der Nation noch einmal gewinnen kann?

Claude-Alain: Ich bezweifle, dass Absinth wieder ein solches Massenprodukt wird wie es einmal war. Allein schon die heutigen Preise haben rein gar nichts mit der Preisstruktur des 19. Jahrhunderts zu tun, denn damals kostete Absinth nicht mehr als 1 Liter Sirup. Ausserdem gibt es eine steigende Anzahl an Verbrauchern, die nach authentischen und historischen Absinthen suchen, um der Vergangenheit einen Schritt näher zu kommen.

Absinthes.com: Befürchten Sie ein erneutes Verbot von Absinth, falls die Konsumenten, insbesondere junge Leute, die Angewohnheit entwickeln mit dem hochprozentigen Getränk über die Strenge zu schlagen? Es gibt zum Beispiel diverse Videos im Internet, die junge Leute in einem sehr betrunkenen Zustand zusammen mit Absinth zeigen.

Claude-Alain: Ich kann mir vorstellen, dass die zuständigen Behörden eines Tages mithilfe von Sozial- und Jugendarbeitern eingreifen und Aufklärungsarbeit betreiben müssen. Es wäre sehr schade zu sehen, dass diese Entwicklungen eine Limitierung der Alkoholgehalte in Spirituosen zufolge hätten. Wir investieren bei unseren Kunden und Besuchern der Destillerie sehr viel Zeit für die Aufklärung über Absinth, und insbesondere betonen wir den mäßigen, kontrollierten Umgang mit diesem Getränk. Ich glaube dass auch in der Zukunft ein großes Augenmerk auf die Aufklärung gelegt werden muss.

Absinthes.com: Eine letzte Frage: Die Grüne Fee – Mythos oder Realität? Haben Sie jemals andere Wirkungen als die des Alkohols beim Genuss von Absinth gespürt? Es gibt Leute, die sagen, dass sich zum Beispiel Ihre Sehkraft verbessert hat, und sie sich besser konzentrieren konnten. Das ist auch etwas, was viele Künstler im 19. Jahrhundert zu behaupten pflegten.

Claude-Alain: Bis heute hatte ich noch keine Gelegenheit, die Grüne Fee persönlich zu treffen. Vielleicht hat meine Frau dies auch bewusst verhindert dass ich ihr nicht zu nahe komme… Dennoch ist Absinth definitiv kein gewöhnliches Getränk. Manche sagen, dass Thujon dafür verantwortlich ist. Für mich allerdings liegt der Vorteil in der Kombination der verschiedenen ätherischen Öle die aus den Pflanzen gewonnen werden – ich bin überzeugt dass Absinth meine Sinne dadurch schärft. Deshalb verstehe ich es auch, dass man sich als Künstler inspiriert und kreativer fühlen kann. Für mich jedoch hört die Kreativität nach einigen Gläsern Absinth auf, weshalb ich auch zu sagen pflege: Bist du ein Maler, dann lege deinen Pinsel ab nach dem Absinth Genuss, es sei denn du hast Lust, morgen deine Wohnung zu rennovieren!

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