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Neuigkeiten von uns

Absinthes.com stellt die Emile Pernot Destillerie vor

Von nun an werden wir euch jeden Monat eine bekannte Absinth Destillerie in unserem Newsletter vorstellen. Enthalten sind Hintergrundinformationen über die Gründung, Geschichte, und natürlich deren Produkte. Wir führen jeweils einInterview mit den Inhabern der Brennereien, aus dem ihr Auszüge erhalten werdet. Und das Beste zum Schluss: Alle verfügbaren Produkte dieser Destillerien werden für kurze Zeit günstiger erhätlich sein – am Ende dieses Newsletters findet ihr alle nötigen Informationen.

Wir beginnen diese Reihe mit einer Destillerie, die schon seit 120 Jahren existiert: Emile Pernot.

Das Gebäude der Emile Pernot Destillerie

 

Wenn Vergangenheit und Gegenwart aufeinander treffen


1899 gründete der junge Emile-Ferdinand Pernot zusammen mit den Parrot Brüdern die “Emile Pernot et Cie” Destillerie in Pontarlier. Emile-Ferdinand selbst stammte aus Fougerolles, wo er seine Ausbildung zum Brennmeister absolvierte. Emile-Ferdinand’s Sohn, Emile-Joseph (keine Sorge, es gab nie einen Sohn der Emile-Emile genannt wurde, obwohl die Familie scheinbar einen Narren an diesem Vornamen gefressen hatte!), registrierte dann schliesslich den Namen “Emile Pernot”.

1908 wechselte der mittlerweile 30-jährige Emile-Joseph zur Cousin Jeune Destillerie in La Cluse et Mijoux. Anfangs übte er die Tätigkeit des Projektleiters aus bevor er nach kurzer Zeit zum technischen Direktor aufstieg.

Ein Bild des damaligen Destilleriegebäudes
                              Damals

2009 ist die Destillerie umgezogen: Aus dem Zentrum Pontarliers nach La Cluse etMijoux, am Fuße des Château de Joux. Direkt in das Gebäude, in dem sich früherdie Cousin Jeune Destillerie befand – jenes Gebäude, in dem der junge Emile-Joseph Pernot vor einem Jahrhundert seinen Absinth Handel betrieb.


                               Heute

Absinth Destillation bei Emile Pernot

Die zwei Kupferdestillationskolben von Emile Pernot sind schon um die hundert Jahre alt und wurden anfang 1900 in einer bekannten Fabrik namens Egrothergestellt. Sie wurden individuell für die Herstellung von Absinth angefertigt und sind bis zum heutigen Tag die einzigen ihrer Art. Diese Apparate ermöglichen es Emile Pernot, einzigartig hochwertige Absinthe – und das seit nunmehr einem Jahrhundert – herzustellen.

Egrot Katalog Destillationsapparate          

Oben: Ein Bild der Apparate aus dem Egrot Katalog. Unten: Emile PernotDestillierapparate

Mehr zum Destillationsvorgang bei Emile Pernot erfahrt ihr hier.

Emile Pernots Absinthe und Liköre

Der wohl bekannteste und am meisten verkaufte Absinth ist fraglos der Roquette 1797. Dieser ist nach längerer Wartezeit nun endlich auch wieder bei Absinthes.com verfügbar! Wie Sie vielleicht wissen, braucht die Herstellung eines guten Absinths seine Zeit – dies war auch beim Roquette der Fall.

Seit 2010 haben auch die Absinthe Berthe de Joux und La Maison Fontaine wachsende Erfolge bei Emile Pernot zu verzeichnen. Desweiteren erfreut sich der Absinthe Authentique in diesem, wie auch im letzten Jahr wachsender Beliebtheit.

                            Absinth Roquette, La Maison Fontaine und Absinthe Authentique
Aber bei Emile Pernot dreht sich nicht alles nur um Absinth – beispielsweise wirddort auch der sogenannte Sapin Tannenlikör hergestellt,ein komplexes Produkt, in das man sich mit einem Schluck verliebt! Er eignet sich herrvorragend als Zuckerersatz in Ihrem Absinth. Wir geben Ihnen deshalb die Möglichkeit, diesen Likör zu probieren: Bei einer Bestellung eines Emile Pernot Produkts diese Woche, erhalten Sie eine Mignonette Probe gratis dazu!

Wir könnten nun auch weiter von ihren diversen Obstbränden schwärmen, wie zumBeispiel dem destillierten Vieux Pontarlier Aperitif (um Längen besser als ein Pastis der durch die Beigabe von Essenzen hergestellt wird), aber genug davon!

Interview mit Dominique Rousselet

Dominique Rousselet, 48, geboren in La Cluse et Mijoux, ist Emile Pernots Manager undMeisterbrenner.

Absinthes.com: Wann und wie sind Sie das erste Mal mit Absinth in Kontakt gekommen?

Dominique: Weil ich in La Cluse et Mijoux geboren wurde, bin ich quasi im Herzen der Absinth-Welt groß geworden. Aber so richtig bin ich das erste Mal erst 2004 mit Absinth in Kontakt gekommen – und zwar, weil ich damals mit meinen Partnern die Destillerie übernommen habe. Gérard Pernot – dem letzten Brennermeister der Pernot Familie – habe ich all mein Wissen über die Destillation zu verdanken, denn er hat mir das damals alles beigebracht.

 

Absinthes.com: Wie definiert man Ihrer Meinung nach einen “guten Absinth”, und welches sind die drei Kriterien, nach denen man einen Qualitätsabsinth in Ihrer Destillerie herstellt?

Dominique: Meiner Meinung nach muss ein guter Absinth die folgenden Kriterien mit sich bringen:

  • Ein hübsches Louche
  • Nicht zu bitter (darauf legen wir in unserer Destilerrie großen Wert) damit man die anderen Kräuter noch schmecken kann
  • Die Farbe sollte einem natürlichen Smaragdgrün entsprechen – so wie man es zum Beispiel beim Vieux Pontarlier findet. Und die Färbung sollte nur auf natürliche Weise erfolgen!
Die drei Kriterien, die meiner Meinung nach bei dem Destillationsvorgang zu beachten sind, sind:
  • Mit hochwertigen Rohstoffen arbeiten
  • Sich nah an der traditionellen Art und Weise der Herstellung zu orientieren
  • Den Destillationsvorgang mich höchster Vorsicht und Liebe zum Detail zu betreiben – und sich stets das Image von Absinth vor Augen zu halten.

Absinthes.com: Glauben Sie, dass sich der französische – oder gar dereuropäische – Markt ganz auf natürlich hergestellte Absinthe beschränken sollte,oder finden Sie, dass auch mazerierte oder durch Beigabe von Essenzen hergestellte Absinthe ein Recht haben zu existieren? Und vor allem: dürfen sich diese als “Absinth” bezeichen?

Dominique: Nein, ich glaube das ist überhaupt nicht notwendig. Die Absinthe von schlechter Qualität werden irgendwann ganz automatisch verschwinden, denn sie haben keine Chance gegen die Vorzüge der hochwertigen Absinthe wie zum Beispiel die, die in der Pontarlier-Region hergestellt werden.

Absinthes.com: Wie sehen Sie die künftige Tendenz bezüglich desBekanntheitsgrades und der Beliebtheit von Absinth in Frankreich – glauben Sie,dass er den Titel des beliebtesten Aperitifs der Nation noch einmal gewinnen kann?

Dominique: Es gibt auf jeden Fall eine Zukunft für Absinth! Die Konsumenten und ihre Vorlieben haben sich im Vergleich zum 19. Jahrhundert jedoch verändert – aber wer sagt, dass man Absinth noch genauso verwenden muss wie damals. Heute findet man ihn als Bestandteil vieler Cocktails und als “Special” in Restaurants und Bars. Und genau dieser Sektor, vielmehr die Gastronomen, werden dazu beitragen, dass Absinth wieder richtig berühmt wird. Wer weiß, eventuell wird er eines Tages wieder genauso berühmt wie damals.

Absinthes.com: Befürchten Sie ein erneutes Verbot von Absinth, falls dieKonsumenten, insbesondere junge Leute, die Angewohnheit entwickeln mit demhochprozentigen Getränk über die Strenge zu schlagen? Es gibt zum Beispiel diverse Videos im Internet, die junge Leute in einem sehr betrunkenen Zustand zusammen mit Absinth zeigen.

Dominique: Es stimmt schon, dass diese jungen Leute ein negatives Bild von Absinth vermitteln – aber das tun sie auch mit jeder anderen Spirituose. Desweiteren glaube ich auch, dass das Marketing vieler Firmen daran schuld ist. Diese greifen immer wieder auf “mystische Wirkungen” und “hoher Thujongehalt” und “trefft die Grüne Fee” und so weiter zurück. Ich glaube, dass der Hauptfokus darauf liegen sollte, Absinth den Kunden mit seinen traditionellen Werten näher zu bringen. Oh, und man sollte Absinth sowieso immer nur in Maßen geniessen!”

Absinthes.com: Eine letzte Frage: Die Grüne Fee – Mythos oder Realität? HabenSie jemals andere Wirkungen als die des Alkohols beim Genuss von Absinthgespürt? Es gibt Leute, die sagen, dass sich zum Beispiel Ihre Sehkraft verbesserthat, und sie sich besser konzentrieren konnten. Das ist auch etwas, was vieleKünstler im 19. Jahrhundert zu behaupten pflegten.

Dominique: Wie schon gesagt: ich bezweifle, dass der exzessive Genuss von Absinth jemandem die Grüne Fee näher bringt. Ich vertrete den Standpunkt, dass der Konsum von Absinth in Maßen der beste Weg ist, diese Spirituose richtig kennen zu lernen und genießen zu können. Die Aussagen, dass viele Künstler im 19. Jahrhundert sagten, sie seien von Absinth inspiriert worden – und verstehen Sie mich nicht falsch, einige wunderbare Werke sind dadurch entstanden! – lag, denke ich, weniger am Absinth selbst, sondern daran, dass sie betrunken waren.

Falls euch dieser Artikel gefallen hat, solltet ihr euch für unseren Newsletter eintragen, um im nächsten Monat unter den Ersten zu sein, die Alles über unsere nächste Destillerie zu hören!

Ihr könnt euch das Fotoalbum der Emile Pernot Destillerie jederzeit auf unserer Facebook Seite ansehen.

Santé!

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  • Prima, wollt n Gruß da lassen :) Alex