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Was macht Absinth so besonders?

Was macht Absinth so besonders?
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    Ist Absinth eine Art Pastis?

    anise1Es wäre völlig falsch zu behaupten, Absinth und Pastis seien ein und dasselbe. Dennoch ist die Entstehung des Pastis eng mit der Geschichte des Absinths verknüpft! Als Absinth gänzlich verboten war, versuchte man, die entstandene Marktlücke mit zahlreichen Ersatzprodukten zu besetzen. Erst in diesem Zusammenhang ist der Pastis entstanden. Er sollte besonders durch den Hersteller Ricard den Erfolg erleben, für den er heute allgemein bekannt ist, und der insofern als der Erbe des Absinth angesehen werden kann.


    Da das Absinth-Verbot viel auf den Anschuldigungen über die Wirkung von Thujon aufbaute, erfand man eine Anis-Spirituose ganz ohne die sonstigen Absinth Kräuter, insbesondere ohne Wermut. Deshalb kann man sagen dass der Hauptunterschied zwischen Pastis und Absinth darin besteht, dass Pastis eine sehr eingeschränkte Kräuterpalette im Geschmack hat, und Absinth ausgewogener und abgerundeter schmeckt.

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    Sind die heutigen Absinthe dieselben wie im 19. Jahrhundert?

    old_absinthe_peopleOft hört man, die heutigen Absinthe seien im Vergleich zum früheren "entschärft" und enthalte nicht mehr „sein gefährliches Molekül“. Wie bereits dargelegt wurde, war Absinth nie gefährlicher als Spirituosen oder Alkohol allgemein. Es besteht auch kein Grund, Thujon generell zu verbieten.


    Wie das mit so gut wie allem der Fall ist, gibt es auch beim Absinth Exemplare miserabler Qualität. Diesen Beständen stehen jene Absinthe gegenüber, auf die es vor allem ankommt: Absinthe, die überraschen und in ihrer Qualität den besten Sorten aus der „grande époque“ mindestens ebenbürtig sind. Eine Vielzahl gegenwärtig verfügbarer Absinthe richten sich streng nach authentischen Rezepten des 19. Jahrhunderts. Es gibt sogar Brennereien, die in der großen Zeit des Absinths entstanden sind und bis heute in Betrieb sind. Den gleichen Absinth zu trinken, den Rimbaud getrunken hat, ist daher eine realistische Möglichkeit!

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    Wie schmeckt Absinth?

    Obwohl es eine Vielzahl sehr verschiedener Absinthe gibt, können wir Kriterien angeben, denen ein hochwertiger Absinth zu genügen hat. Dieser muss:



    • erfrischend sein.

    • anspruchsvolle, würzige und blumige Geschmacksnoten vereinen, die entfernt mit dem Geruch sommerlicher Wiesen in Höhenlagen assoziierbar sind.

    • ausgeglichen sein, so dass keines der enthaltenen Kräuter die anderen überlagert.

    • eine herbe Note aufweisen, in keinem Fall aber eine durchdringende Bitterkeit.*

    • einen angenehmen Anisgeschmack beinhalten, der die anderen Geschmacksnoten nicht ausschaltet (was durch die massive Verwendung von Sternanis an Stelle von grünem Anis verursacht werden kann).**


    *Entgegen der zu Unrecht bestehenden Meinung ist ein korrekt destillierter Absinth nicht vordringlich bitter. Der "große Wermut", der in der Vergangenheit auch als Zutat für viele Parfums verwendet worden ist, hat einen stark floralen Duft und Geschmack. Wenn großer Wermut destilliert wird, geht das meiste seiner Bitterkeit verloren, da die Großzahl der Bitterstoffe im Stamm der Pflanze enthalten sind, welcher nicht für die Destillation verwendet wird.


    **Für Absinth Sorten ohne Anis gilt dieses Kriterium selbstverständlich nicht.

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    Welche Kräuter sind in Absinth enthalten?

    absinthe_plantsEs ist nicht möglich, den Inhalt eines jeden Absinths genau anzugeben. Jedes Rezept unterscheidet sich von anderen, und stets bleiben entscheidende Teile oder Zutaten das Geheimnis des Brenners. Nichtsdestotrotz findet sich bei (fast) allen als gemeinsame Grundlage:



    • Grosser Wermut (Artemisia absinthium) oder

    • Kleiner Wermut (Artemisia pontica)

    • Fenchel (Foeniculum vulgare)

    • (grüner) Anis (Pimpinella anisum)


    Zu diesen Grundzutaten treten je nach Rezept unterschiedliche Kräuter und Pflanzen hinzu, deren Anzahl sich häufig auf über zehn Arten beläuft:



    • Melisse

    • Ysop

    • Veronika

    • Koriander

    • Angelika / Engelwurz

    • Sternanis


    und viele andere mehr…


    Nicht allein die Vielfalt und Qualität der Substanzen entscheiden über die Qualität eines Absinths, sondern gerade die ausgewogene Kombination der Pflanzen, von denen jede für sich besondere Eigenschaften besitzt.

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    Welche Farbe hat ein traditioneller, klassischer Absinth?

    absinthe_greenGrün ist die Farbe, die man unwillkürlich mit Absinth assoziiert. Und das zu Recht, genossen doch während der „Belle Époque“ die grünen Absinthe, auch 'Verte' genannt, den besten Ruf.


    Die grüne Farbe entsteht durch das Ansetzen des Pflanzenmaterials im Destillat (üblich: Kleiner Wermut, Ysop und Melisse). Dieses Verfahren wirkt sich nicht nur entscheidend auf das Aussehen des Absinths aus, sondern auch auf seinen Geschmack.


    Weil diese Art der Einfärbung aber ein ausgesprochen feinfühliges Vorgehen erfordert, findet man auf dem momentanen Markt (unglücklicherweise) viele grelle Absinthe mit künstlichen Farbstoffen.


    Man sollte aber die klaren Absinthe, auch 'Blanches' oder 'La Bleue' genannt, nicht vergessen! Selbst wenn ihnen weniger Bedeutung zugesprochen wird als den grünen Absinthen, gibt es keinen Grund diese weniger zu schätzen. Klare Absinthe sind häufig komplexer und enthalten manchmal stärkere Kräuteraromen.

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    Warum hat Absinth so einen hohen Alkoholgehalt?

    Auch wenn der Alkoholanteil eines Absinths extrem hoch erscheinen mag, so gibt es dafür gute Gründe:



    • er erlaubt die Entfaltung bestimmter Aromen, die nicht anders erreicht werden können.

    • er erleichtert die grüne Einfärbung, die man auf natürlichem Wege durch das Chlorophyll der beigemischten Pflanzen erhält.


    Beachten Sie, dass Absinth bis auf sehr wenige Ausnahmen fast zwingend mit Wasser verdünnt werden muss. Der letztliche Alkoholgehalt pro Glas wird dadurch gesenkt und entspricht dann ungefähr dem von einem Glas Wein.

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    Welcher ist der beste Absinth?

    Das ist eine fast unmöglich im Allgemeinen zu beantwortende Frage. Es gibt eine Vielzahl von Absinthen und jeder von ihnen unterscheidet sich durch seinen besonderen Charakter von den anderen. Es sind daher stärker anishaltige oder herbere Sorten zu finden, aber auch eher milde oder kräuterbetonte Absinthe. Um Ihre Wahl zu treffen haben Sie die Möglichkeit, sich leicht und schnell an unseren detaillierten Beschreibungen und den Kommentaren anderer Nutzer zu orientieren. Falls Sie eine individuelle und direkte Beratung wünschen, zögern sie nicht uns anzuschreiben. Wir helfen Ihnen gerne weiter!